Eine Gruppe Frauen aus Wiggensbach, Kempten und Altusried trifft sich regelmäßig in einem Pflegeheim, um Klangbrett zu spielen. Sie führen Walzer und Volksweisen für die Bewohnerinnen und Bewohner auf.
Das Klangbrett wurde vom Musikpädagogen Martin Kern aus Buchenberg entwickelt – als Möglichkeit, Lernende jeden Alters ohne langwieriges Üben an die Musik heranzuführen. Das trapezförmige Instrument hat 22 Metallsaiten in C-Dur. Direkt unter den Saiten liegt die Notenschrift, sodass auch Anfängerinnen und erfahrene Spielerinnen gemeinsam schnell Erfolge erzielen.
Die Frauen haben ihre Instrumente unter Anleitung von Martin Kern selbst gebaut: vorgefertigte Teile leimen, schleifen, wachsen, besaiten. Eine Spielerin sagt: „Im Ruhestand will man nicht mehr viel üben. Das Klangbrett ist ideal – man hat relativ schnell Ergebnisse.“ Ihre Auftritte beruhigen die Heimbewohner, vor allem alte Lieder wecken Erinnerungen.
Autor: Harald Holstein
